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Reise der Sängerlust Bad Orb in die Bundeshauptstadt und den Spreewald
Rückblende auf eine gelungene Fahrt
Es war eine rundherum gelungene Entdeckungs- und Vergnügungsreise, die am 31. Mai d. J. frühmorgens um 7.00 Uhr in Bad Orb begann und insgesamt 65 Sängerinnen und Sänger mit Begleitpersonen in einem Doppelstockbus der Luxusklasse in Richtung Berlin auf den Weg brachte. Die Fahrtstrecke führte über die Autobahn Eisenach-Weimar-Leipzig in die Bundeshauptstadt. Ohne Staus erreichten die stets gutgelaunten Mitreisenden zum vorgesehenen Zeitpunkt, kurz nach 14.00 Uhr, den neu errichteten Hauptbahnhof in Berlins Mitte. Die futuristische Konstruktion aus Glas und Stahl beeindruckte die Gruppe, nicht zuletzt auch wegen der Vielfalt der kulinarischen Angebote, von denen reichlich Gebrauch gemacht wurde.
Um 15.30 Uhr begann eine Schiffstour auf der Spree im Stadtkerngebiet. Bei strahlendem Sommerwetter genoss die Gruppe vom Wasser aus erste Eindrücke auf das Regierungsviertel mit dem Kanzleramtsbau, dem Paul-Löbe-Haus, dem Reichstagsgebäude sowie auf alte und wiedererrichtete Brücken, das Nikolaiviertel und die Museumsinsel. Beeindruckend waren auch die unzähligen bunten Cafés und Restaurants am sandigen Ufer der Spree, wobei auffiel, dass man gerade dabei war noch größere Sandmassen anzuschütten. Einheimische und Touristen genossen die Sonne, u. a. zeittypisch in Sonnenligen und Strandkörben.
Nach diesen ersten Eindrücken einer Metropole im Grünen und am Wasser und mit bester „Berliner Luft“, wie sie sprichwörtlich einzigartig ist, brachte uns der Bus nach Teltow im Süden von Berlin, wo wir Quartier in einem 4-Sterne-Hotel einer international bekannten Kette bezogen. Das Hotel, am Teltow-Kanal wiederum ganz im Grünen gelegen und mit guter Anbindung an die AVUS, ließ sowohl hinsichtlich der Zimmer als auch des Essens keine Wünsche offen.
Am folgenden Morgen – nach exzellentem Frühstück – erwartete uns eine vierstündige Stadtrundfahrt durch Berlin mit diversen Stopps und Ausstiegen an den markantesten Plätzen. Diese Stadtrundfahrt verdient die Note „sehr gut“. Sie zeichnete sich dadurch aus, dass der Führer bereits ab Hotel zustieg und seine Erläuterungen präzise, aber nicht ausschweifend, anekdotenreich, aber vor allem geschichtlich gut fundiert vortrug. Eindrucksvoll bleiben in Erinnerung die ultramodernen Fassaden und Baukonstruktionen am nunmehr voll umbauten Potsdamer Platz.
Der Besichtigung des Reichstages und der weltberühmten gläsernen Kuppel im Anschluss an die Stadtführung ging ein Empfang der Gruppe im Plenarsaal des Bundestages voraus, wo uns nach strengen Sicherheitsvorkehrungen ein PR-Referent des Parlamentes auf der Besuchertribüne über die Gepflogenheiten des Parlamentes aufklärte.
Nach Rückkehr ins Hotel und Abendessen daselbst startete der Bus erneut Richtung Zentrum, um in Europas größtem Revuetheater, dem Friedrichstadtpalast, einem Großteil der Gruppe den Besuch einer Vorführung zu ermöglichen, während der restliche Teil zu einem Bummel durch Berlin bei Nacht aufbrach.
Am 3. Tag hieß es bereits Abschied nehmen von Berlin, nicht ohne Wehmut, aber mit der Hoffung, diese schöne Großstadt in Abständen immer wieder aufzusuchen, um sich von ihren Glanzlichtern und ihrem unverwechselbarem Charme verzaubern zu lassen.
Aber der Abschied bedeutete gleichzeitig einen Aufbruch zu anderen Ufern der Spree, nämlich den Kanälen des Spreewaldes. Kaum in Lübbenau angekommen, ging es auch schon in die berühmten Kähne. Die Sängerlust-Gruppe passte genau in zwei dieser Großkähne mit Sitzbänken und Bewirtung in flüssiger Form. Dies war zweifellos der erholsamste Teil der Reise, der uns jetzt erwartete. Lautlos glitten die Kähne durch die Wasserstraßen des Spreewaldes. Keine Verkehrsgeräusche störten die Idylle. Bei einem Zwischenaufenthalt in Lehde besichtigte die Gruppe das dortige Freilichtmuseum mit handwerklichen Vorführungen.
Am Nachmittag schließlich erkundeten wir den Oberspreewald mit Haltestationen in Straupitz, Burg und Lübben, bevor wir wieder an den Ausgangsort Lübbenau zum deftigen Abendessen im Gasthaus „Zum grünen Strand der Spree“ zurückkehrten. Ein ereignisreicher, harmonisch verlaufener Tag nahm seinen Ausklang mit Musik und Tanz, hatte doch der Wirt eigens für uns eine vierköpfige Band engagiert.
Der 4. Tag war der Heimreise vorbehalten, allerdings mit Zwischenstopp in Leipzig. Hier wiederum erwartete uns ein Kontrastprogramm. Leipzig, mit zum großen Teil renovierten bzw. wieder aufgebauten Häusern der Gründerzeit zeugt trotz wüsten kriegsbedingten Zerstörungen noch deutlich von der Pracht und dem Reichtum einer der berühmtesten Handels- und Messemetropolen Europas. Der wiedererstandene Bahnhof mit seinen Geschäftspassagen war ebenso Anziehungspunkt wie die Nikolaikirche, das Gewandhaus, der Marktplatz und das Alte Rathaus. Just an diesem Wochenende feierte Leipzig das 16. Stadtfest. Auf vielen Plätzen der Innenstadt erschallte Musik. Auf dem Nikolai-Kirchhofplatz probten ca. 60 Musiker für die Aufführung von Beethovens 9. Sinfonie mit 180 Sängern am Abend.
Diese pulsierende Stadt, Wiege der deutschen Wiedervereinigung, ist sicherlich eines erneuten ausgedehnteren Aufenthaltes würdig. Für dieses Mal verließen die Sängerlust-Reisenden die Stadt, voll von Eindrücken, die erst nach und nach eingeordnet werden können.
Gegen 19.30 Uhr hatte Bad Orb uns wieder. Es bleibt die Erinnerung an eine wunderbare große Ausflugsfahrt, bei der alle Vorausplanungen dank einer kompetenten Reiseleitung von Rudi Höfler, Altenmittlau, den Erwartungen entsprachen und die in ihren schillernden Facetten noch lange nachwirken wird.
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